19.05.2019

Beteiligungsworkshop zum Thema Wasser in Solapur

Wasser ist eine kritische Ressource für die Stadt Solarpur. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung fand am 14. und 15. Mai 2019 in der westindischen Stadt Solapur ein Beteiligungsworkshop mit den lokalen Stakeholdern statt. Umwelttechnik BW (UTBW) führte den Workshop mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (Fraunhofer IGB) durch.

Deepak Taware, Commissioner der Stadt Solapur, eröffnete die Veranstaltung. In seiner Eröffnungsrede betonte er, dass er die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und dem Bundesstaat Mahrarashdra sehr schätzt. „Wenn man vor der Wahl steht, von einem Partner eine finanzielle Unterstützung oder Know-how zu erhalten, würde ich immer den Wissenstransfer wählen“, betonte der Commissioner. „In einer Zusammenarbeit ist der Wissensaustausch wertvoller und bringt uns als Stadt auch langfristig voran“.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Workshops stellten die Wasserknappheit in der trockenen, indischen Region als große Herausforderung dar. In der letzten Regenzeit waren die Niederschläge so gering wie zuletzt im Trockenjahr 1972. Die Menschen in Solapur erhalten nur jeden zweiten oder dritten Tag Wasser. Der Ujani Stausee, eine der wichtigsten Wasserressourcen für die Stadt, liegt über 100 Kilometer entfernt. Die Wasserqualität ist nicht optimal, da oberhalb des Stausees die Millionenstadt Pune liegt. Deren kommunale und industriellen Abwässer werden zum Teil ungeklärt in den See geleitet.

Den Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Smart-City-Verwaltung und der Hochschulen war die Verbesserung der Wasserversorgung ein großes Anliegen. Es wurden Ideen diskutiert, wie die Wasserqualität gesteigert, die Wasserverluste im Netz minimiert und eine durchgehende Wasserversorgung erreicht werden könnte.

Für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der Industrie war das Thema Wasserrecycling von großer Bedeutung. Da die lokalen Wasserressourcen knapp werden, möchte die Industrie mit dem Wasserrecycling ihre Wasserversorgung sichern und Abwasser vermeiden.

Der Beteiligungsworkshop, dessen Ergebnisse auch in die Machbarkeitsstudie einfließen, vertieft die Zusammenarbeit der beiden Bundesstaaten Mahrarashdra und Baden-Württemberg. Es gibt einige gute Ansätze, wie das gebündelte Industrie-Know-how aus Baden-Württemberg und der Stadt Solapur dazu beitragen können, die Wassersituation der Stadt zu verbessern. Diese Ansätze gilt es nun, gemeinsam mit den Unternehmen und den lokalen Stakeholdern, weiter zu verfolgen.

 

Ansprechpartner

Jürgen Schmidtke

Dipl.-Ing.
Jürgen
Schmidtke
Umwelttechnik BW GmbH
Projektleiter Umwelttechnik
+49 711 252841-27
Friedrichstraße 45
70174 Stuttgart
Deutschland