30.01.2019

Machbarkeitsstudie zu Wasserver- und Abwasserentsorgung in Indien

Im Auftrag von Umwelttechnik BW (UTBW) führt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (Fraunhofer IGB) in der westindischen Stadt Solapur eine Machbarkeitsstudie durch, um vor Ort die aktuelle Situation der Wasserver- und Abwasserentsorgung zu erheben, den bestehenden Bedarf an Umwelttechniklösungen aufzuzeigen und die Marktchancen für deutsche Umwelttechnikhersteller zu evaluieren. Die für April erwarteten Ergebnisse werden Unternehmen aus Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt, die ihre Geschäftsaktivitäten in der Region Maharashtra ausbauen möchten.

Wie viele Großstädte in Indien ist auch das im Bundesstaat Maharashtra gelegene Solapur von zunehmender Verstädterung geprägt. Für die Wasserver- und Abwasserentsorgung sind große Anstrengungen im Ausbau der Infrastruktur erforderlich, um mit der rasant wachsenden Urbanisierung Schritt zu halten. Derzeit verfügt lediglich rund die Hälfte der auf eine Million Einwohner angewachsenen Stadt über einen Wasseranschluss. Alle drei Tage werden die Haushalte für drei Stunden mit Trinkwasser versorgt. Hohe Wasserverluste sowie Verunreinigungen durch undichte Abwasserkanäle und Industrieabwässer stellen die Stadtverwaltung vor Herausforderungen, wenn es um den langfristigen Schutz der Wasserressourcen geht.

Bereits Anfang 2018 besuchten baden-württembergische Unternehmen im Rahmen einer Delegationsreise von UTBW und Baden-Württemberg International (bw-i) verschiedene Städte in der Partnerregion Baden-Württembergs Maharashtra. Seither haben insbesondere Hersteller aus den Bereichen Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung verstärkt Interesse gezeigt, sich langfristig in der Region zu engagieren. Trotz des hohen Bedarfs ist es für die einzelnen Unternehmen nicht einfach, ihre Produkte in diesem wachsenden Auslandsmarkt zu platzieren. Die Machbarkeitsstudie ist ein weiterer Schritt, mit dem UTBW die Unternehmen unterstützen möchte, den Marktzugang für Umwelttechniklösungen „made in Baden-Württemberg“ in der Region erfolgreich zu gestalten.

Foto: Marc Beckett

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