10.10.2018

Neuer Förderschwerpunkt „Innovative Abwassertechnik“ des Bundesumweltministeriums

Das Bundesumweltministerium (BMU) richtet einen neuen Förderschwerpunkt „Innovative Abwassertechnik“ ein. Das hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter am 8. Oktober 2018 auf einer Tagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. angekündigt. Dafür stellt das BMU insgesamt bis zu 25 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm bereit. Die Förderung soll technischen Innovationen zum Durchbruch verhelfen.

Rita Schwarzelühr-Sutter: „Wir wollen neuen umweltfreundlichen Technologien und Verfahren in der Abwasserbehandlung den Weg in den Markt bereiten. Damit schonen wir die Umwelt und tragen zur Modernisierung der Betriebe bei. Das Potenzial ist groß: Von der Rückgewinnung von Wertstoffen über die Reduzierung von Arzneimittelrückständen und Chemikalien im Abwasser und Klärschlamm bis hin zur Neuausrichtung der Energieversorgung – in all diesen Bereichen wollen wir Innovationen unterstützen.“

Der neue Förderschwerpunkt „Innovative Abwassertechnik“ umfasst drei Förderkategorien: Die erste Kategorie „Wertstoffrückgewinnung und -bereitstellung“ zielt darauf ab, Phosphor, Stickstoff und andere Wertstoffe, die derzeit zumeist noch ungenutzt entsorgt werden, mittels technischer Verfahren zurückzugewinnen. Die zweite Förderkategorie „Weitergehende Abwasserbehandlung“ betrifft die Reduktion von Spurenstoffen. Es sollen Mikroverunreinigungen im Abwasser durch innovative Verfahren möglichst umfassend eliminiert werden. Beispielsweise sind dies Arzneimittelrückstände und Haushaltchemikalien. In der dritten Kategorie „Energie speichern, regeln und vernetzen“ sollen Effizienz- und Nutzungspotenziale, auch im lokalen Energieversorgungskontext, gehoben werden.

Der neue Förderschwerpunkt im Umweltinnovationsprogramm richtet sich an die Betreiber kommunaler und industrieller Abwasserbehandlungsanlagen aller Größenklassen. Fachlich wird er vom Umweltbundesamt betreut, die KfW-Bankengruppe übernimmt die administrative und finanzielle Abwicklung. Förderanträge können bis zum 15. April 2019 gestellt werden.

Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Antragstellung stehen unter dem Link:

http://www.umweltinnovationsprogramm.de/abwassertechnik

Autor

Pressestelle BMU, Jürgen Schmidtke

Quelle

Bundesumweltministerium (BMU)

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