14.12.2016

UKOM Ideenbrauerei zum Thema Industrie 4.0

Industrie 4.0, das Buzz-Word der Stunde, ist auch beim Thema Ressourceneffizienz angekommen. Aus diesem Grund hat sich das Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e. V. (UKOM) am 12. Dezember 2016 im Rahmen der Veranstaltung „Ideenbrauerei“ aufgenommen. „Jedes KMU muss sich irgendwann mit dem Thema beschäftigen, auch wenn anfangs völlig unklar ist, was Industrie 4.0 für das einzelne Unternehmen bedeutet.“, so der Einstieg von Wolfgang Haggenmüller von Felss Holding GmbH in seine Präsentation. Er zeigte auf, wie man als Anlagenhersteller mit den richtigen Partnern eine Strategie für Anlagenkonzepte in Richtung Industrie 4.0 entwickeln kann und welche Potenziale zur Steigerung der Ressourceneffizienz darin liegen. Es wurde jedoch auch deutlich, dass das Konzept nur akzeptiert wird, wenn es sich tatsächlich positiv auf Geschäfts- und Produktionsprozesse auswirkt. Zuvor hatte schon Werner Maaß vom VDI ZRE berichtet, dass das Konzept zunehmend auch bei KMU an Bedeutung gewinnt, da die Vernetzung technischer Systeme in Echtzeit Produktionsprozesse verbessern könne. Dies könne zu einer Steigerung der Gesamtproduktivität von bis zu 50 Prozent führen und ermögliche Kosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent. Rüdiger Albert Muth von Muth & Collegen betonte in seinem abschließenden Beitrag, dass das blinde Hinterherlaufen bei einem vermeintlichen Mega-Trend strategisch zu hinterfragen ist und die Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 in einen gut strukturierten Innovationsprozess eingebunden werden muss, um hohe Fehlinvestitionen zu vermeiden.

„Man konnte sehr schön die Ambivalenz des Trends zu Industrie 4.0 erkennen, da der Zwang einer IT-Basierung auch auf Kosten der Datensicherheit und damit eines hochsensiblen Firmenkapitals gehen kann“, resümierte ein Teilnehmer.

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