
Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit der Bekanntmachung „Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie“ Forschungsprojekte, die innovative Lösungen für eine nachhaltige, kreislauforientierte Bioökonomie entwickeln.
Ziel ist es, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte der Transformation zu erforschen und erfolgreiche Umsetzungsstrategien zu identifizieren. Die Förderung richtet sich an Projekte, die zur Stärkung der Bioökonomie in Deutschland beitragen und deren Ergebnisse auch überregional nutzbar sind. Die Nutzung der Forschungsergebnisse ist auf die Bundesrepublik Deutschland oder den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und die Schweiz beschränkt.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die sich mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie befassen.
Im Mittelpunkt stehen die Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen bei der Umsetzung einer kreislauforientierten Bioökonomie sowie die Entwicklung innovativer Konzepte für gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse.
Darüber hinaus werden Analysen zu Geschäftsmodellen, Wertschöpfungsketten und politischen Rahmenbedingungen unterstützt, die eine zirkuläre Bioökonomie fördern oder behindern können. Besonders gefördert werden interdisziplinäre Forschungsvorhaben, die verschiedene wissenschaftliche Perspektiven – etwa aus den Natur-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften – miteinander verbinden.
Zudem wird großer Wert auf die Einbindung relevanter Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gelegt, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Die geförderten Projekte sollen nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft erarbeiten.
Wer kann mitmachen?
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – sowie weitere Akteur:innen, die zur Erforschung und Gestaltung der Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie beitragen können.
Die Beteiligung von inter- und transdisziplinären Konsortien wird ausdrücklich begrüßt, insbesondere wenn sie verschiedene wissenschaftliche Disziplinen mit praxisnahen Partner:innen aus Wirtschaft, Politik oder Zivilgesellschaft verbinden.
Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, können nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten. Auch internationale Kooperationen mit Partnern aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz sind möglich, sofern ein erkennbarer Mehrwert für die deutsche Forschungslandschaft besteht.
Voraussetzungen für die Förderung
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die geplanten Vorhaben einen klaren Bezug zur Transformation hin zu einer zirkulären Bioökonomie aufweisen und einen wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Mehrwert bieten.
Die Projekte müssen inter- oder transdisziplinär ausgerichtet sein und innovative Forschungsansätze verfolgen, die zur Identifikation von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen der Bioökonomie beitragen. Zudem wird erwartet, dass die Antragstellenden eine fundierte methodische Vorgehensweise darlegen und relevante Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft oder Gesellschaft einbinden, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, können nur unter bestimmten Bedingungen gefördert werden. Unternehmen müssen darlegen, dass sie die Ergebnisse für die Weiterentwicklung der Bioökonomie in Deutschland nutzbar machen können.
Verfahren
Die Förderung erfolgt im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens. In der ersten Stufe müssen Interessierte eine Projektskizze einreichen, die das Forschungsvorhaben, die Ziele, den Mehrwert sowie die methodische Vorgehensweise beschreibt. Diese Skizzen werden anhand festgelegter Kriterien bewertet, darunter wissenschaftliche Qualität, Innovationspotenzial und Relevanz für die Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie.
In der zweiten Stufe werden ausgewählte Antragstellende zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Die Einreichung der Unterlagen erfolgt elektronisch über das entsprechende Antragsportal.
Art und Form der Zuwendung
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Hochschulen, Forschungseinrichtungen und vergleichbare Institutionen können eine Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung erhalten. Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), können ebenfalls gefördert werden, wobei die jeweilige Förderquote abhängig von der Unternehmensgröße und den spezifischen Förderbedingungen ist.
Die zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten umfassen Personal-, Sach- und Investitionsausgaben, projektbezogene Reisekosten sowie Ausgaben für notwendige Dienstleistungen. Gemeinkosten werden gemäß den geltenden Regelungen anerkannt. Die genaue Höhe der Förderung richtet sich nach dem individuellen Projektumfang und den verfügbaren Haushaltsmitteln.
- Forschung und Entwicklung
- KMU